Mittwoch, 13. Dezember 2017

Beste Reste: Gemüsefond


Gerade jetzt zur Weihnachtzeit fallen beim Kochen mit Gemüse fallen viele Abfälle an.
Ganz oft benötigt man für ein Rezept zum Beispiel nur 1 Stange Staudensellerie, 2 Möhren, oder eine halbe Paprika, 1/2 Zwiebel und der Rest bleibt über.
Außerdem bleiben auch viele Schalen und Abschnitte über.

Wie gehst Du mit den Resten um?
Was zauberst Du daraus?

Teilweise portioniere ich es und friere es mir für das nächste Mal ein.
Manchmal habe ich aber auch nicht den Nerv um weiteres Gemüse klein zu schnippeln.
Dann landet der Rest im Kühlschrank um ihn „die Tage“ weiterzuverarbeiten.
Oft stand ich dann schon vor dem Kühlschrank und habe es, nachdem die Tage rum waren, mit schlechtem Gewissen entsorgt.

Dabei muss es erst gar nicht so weit kommen.

Denn aus dem restlichen Gemüse, Gemüseanschnitten, Schalen, Strunke und Stängel kann ohne großen Aufwand ein leckerer Gemüsefond gekocht werden.

Gemüsefond ist so vielseitig verwendbar und kann man immer gebrauchen.
Egal ob für Suppe, Soßen, Risotto oder Aufläufe.

Etwas Gemüsefond hebt oft den Geschmack und gibt die richtige Würze.

Also wenn Du das nächste Mal Gemüse verarbeitest, oder Gemüse über hast, dann stell Dir einen großen Topf hin und hau alle Gemüseanschnitte, Schalen, Strunke und Stängel einfach hinein.
Das füllst Du dann mit Wasser auf, gibst noch ein paar Gewürze dazu und lässt es schön lange und gemütlich auskochen.



Und falls Du zum Beispiel außerdem noch Fischkarkassen hast, dann kannst Du diese ebenfalls mit hineingeben und daraus einen wunderbaren Fischfond kochen.

Falls Du Dich gerade fragst, was der Unterschied zwischen Brühe und Fond ist, dann ist es ganz einfach erklärt.
Ein Fond wird länger kocht und wird dadurch geschmacklich intensiver.
Der Inhalt wird komplett ausgekocht und ist danach zum Verzehr nicht mehr geeignet. Was über bleibt ist eine aromatische, klare Flüssigkeit.
Deswegen kann man auch die Pellen und Stunke verwenden und muss zum Beispiel die Möhren nicht schälen.
Anschließend wird alles durch ein feines Sieb geseiht, noch kochend in sterilisierte Gläser abgefüllt und sofort verschlossen.
So ist der Fond mehrere Monate haltbar und kann je nach Bedarf verwendet werden.

Manche frieren ihn auch in kleine Eiswürfelbehälter ein und können so immer mal wieder auf ein Würfelchen zurückgreifen.

Das hört sich doch nach einer guten Lösung an, oder?
Und mit folgenden Resten habe ich diesmal meinen Fond gekocht:

Es gab bei uns Lasagne. Für die Soße benötigt man 2 Stangen Staudensellerie und 2 Möhren.
Schon beim Einkaufen habe ich mich gefreut, da ich ja wusste das wieder Staudensellerie und Möhren über bleiben werden.
Also habe ich gleich noch eine Stange Porree mit eingekauft und ein paar Petersilienwurzeln. Die gab es auch recht günstig.
Zu Hause hatte ich noch kleine Tomaten die weg mussten und im Kühlschrank ein paar einsame Lauchzwiebeln.
Auf dem Balkon habe ich mir 2 Stängel Thymian geholt und ein paar Nadeln Rosmarin.
Die Schale von den Möhren für die Lasagne und die Abschnitte von der Staudensellerie kamen ebenfalls mit dazu.
Aus der Speisekammer habe ich noch die Gewürze, eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe beigesteuert und schon hatte ich alle Zutaten beisammen.




Gemüsefond


Zutaten:

6 Möhren
Staudensellerie (normaler Sellerie geht auch)
1 Zwiebel
1 Knoblauch
2 Stängel Thymian
Ein paar Nadeln Rosmarin
1 Porree-Stange
3 kleine Petersielenwurzeln
6 kleine Tomaten
2 Lorbeerblätter
1 TL Salz
1 TL Pfefferkörner
2 Wacholderbeeren
3 L Wasser


Zubereitung:

Vorbereiten der Gläser:
Die Gläser frisch spülen, das sie blitz sauber sind.
Anschließend fülle ich in die Gläser und die Deckel kochendes Wasser, damit sie desinfiziert und alle Keime abgestorben sind.
Das Wasser abgießen und die Gläser beiseite stellen bis sie benötigt werden.


Das Gemüse gründlich waschen.
In grobe Stücke schneiden
In den Topf geben.

Die Knoblauchzehe andrücken, die Zwiebel halbieren und zusammen mit dem Thymian, Rosmarin und den Tomaten hinzufügen.

Mit dem Wasser auffüllen.

Salz, Pfefferkörner, Piment und Lorbeerblätter hinzufügen.

Alles aufkochen und auf kleiner Flamme mindestens 1,5 Stunde kochen lassen.
Je länger, umso besser.

Mein Fond hat 3 Stunden geköchelt.

Anschließend alles durch ein feines Sieb seihen.

Die Brühe aufkochen und noch kochend in die sterilisierte Gläser abfüllen.
Diese sofort fest verschließen.




So ist der Fond mehrere Monate haltbar und kann je nach Bedarf verwendet werden.

Lass es Dir gut gehen und genieße das Leben.

Liebe Grüße

Deine

Karina

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